Als Tagespflegeperson verstehe ich mich als Teil des Bildungssystems. Meine Tätigkeit beschränkt sich nicht nur auf die Beaufsichtigung, sondern umfasst einen klaren Bildungs- und Erziehungsauftrag. Gleichzeitig weiß ich auch um die enorme Verantwortung, die mir damit übertragen ist. Ihr Kind sollte sich bei mir und den „Summbienen“ sicher und geborgen fühlen. Dies sehe ich als Grundvoraussetzung für eine positive Pädagogik.
Bildung und Lernen findet bei Kindern immer statt und beginnt schon mit unserem Tagesablauf, der feste und immer wiederkehrende Elemente enthält, wie zum Beispiel unser gemeinsames Frühstück sowie das Händewaschen davor. Diese „Rituale“ sind pädagogisch gesehen von großer Bedeutung, denn sie vermitteln Sicherheit und Geborgenheit. Betrachten wir unser Frühstück etwas mehr im Detail. Die Kinder dürfen mir bei der Zubereitung helfen. So wird etwa das In-die-Hand-nehmen eines Apfels oder einer Banane sich auf den Tastsinn und das Sehen auswirken durch unterschiedliche Farben und Formen. Gemeinsames Tisch decken und abräumen stärkt das Gemeinschaftsgefühl in der Gruppe. Im Freispiel wiederrum geht es mehr um das Entdecken und Ausprobieren. Die Kinder lernen aufeinander Rücksicht zu nehmen und sind kommunikativ. Jedes Kind ist einzigartig und hat unterschiedliche Bedürfnisse, Fähigkeiten und Begabungen. Auch die Entwicklung findet bei jedem Kind in einem individuellen Tempo statt. Deshalb ist es wichtig den Kindern auf Augenhöhe zu begegnen und Ihnen die Unterstützung anzubieten, die Sie brauchen.
Stärkung und Förderung des Selbstbewusstseins
zum Beispiel durch ein einfaches lob. Das Kind verrichtet eine kleine Tätigkeit wie etwa aufräumen oder etwas bauen. Durch ein Lob wird Stolz erzeugt und ein Gefühl etwas geschafft zu haben.
Gesunde Ernährung
Dies sehe ich als eine Art Basis an. Kinder die sich Gesund ernähren sind es auch. Vitamine, gesunde Fette, Ballaststoffe. All dies steigert die Vitalität und wirkt sich positiv aus auf das „Lernen“.
Förderung von sozialen Kompetenzen.
Alleine durch das Spielen mit anderen fremden Kindern werden diese bereits entwickelt. Unterstützt werden diese von mir beispielsweise durch gemeinsame Rollenspiele oder ein kleines Gruppenprojekt wie der Bau eines Turms aus Bauklötzen.
Stärkung sozialer Fähigkeiten außerhalb der Gruppe, z. B. bei Ausflügen zu Spielplätzen oder gemeinsames Feiern traditioneller Feste (Weihnachten, Ostern, Laternenumzug).
Sprachförderung
findet bei mir durch das Vorlesen und Anschauen von Bilderbüchern oder gemeinsames Singen statt. Gerne spielen wir auch gemeinsame Sprachspiele.
Respektvoller Umgang untereinander und im Allgemeinen
sehe ich ähnlich wie die gesunde Ernährung als Grundvoraussetzung an, dass sich ein Zustand des „Lernens“ einstellt. Kleinere Konflikte werden natürlich immer mal wieder auftreten. Diese zu lösen und Streitigkeiten beilzulegen wirkt sich wiederrum positiv aus und hat einen Lerneffekt.
Grob und Feinmotorik fördern
durch Bewegungsabläufe wie zum Beispiel hüpfen und tanzen. Malen und basteln wiederum wirkt sich positiv auf die Feinmotorik aus.
Draußen sein, Verbindung mit der Natur
Frische Luft und Bewegung wirken sich positiv aus auf die Vitalität und das Wohlbefinden der Kinder. Das Sehen und Anfassen von z. B. Blättern oder einem Tannenzapfen. Gerne beobachten wir auch Insekten und fördern so die Verbundenheit mit der Natur.